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Verstanden. Und trotzdem ändert sich nichts.

  • Autorenbild: Lukas Ramseyer
    Lukas Ramseyer
  • 28. Juli
  • 1 Min. Lesezeit

"Über Feedback, Haltung und echte Verhaltensänderung im Führungsalltag"

Zwei gezeichnete Figuren stehen sich gegenüber: links 'Theorie' mit erhobener Faust und Ausrufezeichen, rechts 'Anwendung' mit fragendem Blick und Fragezeichen. 
Sinnbild für den Unterschied zwischen kognitivem Wissen und affektiver Umsetzung

In einem Führungstraining beschäftigen wir uns mit dem Thema Feedback. Wir erarbeiten, was gutes Feedback ausmacht, lernen ein Modell kennen und üben, wie ein Gespräch aufgebaut werden kann. Am Ende können die Teilnehmenden erklären, wie konstruktives Feedback funktioniert.


Lernziel erreicht? Nur zum Teil.


Denn zu wissen, wie Feedback funktioniert, bedeutet noch lange nicht, dass ich morgen ein schwieriges Gespräch mit einem Mitarbeitenden tatsächlich anders führe.


Spannend wird es für mich deshalb an einem anderen Punkt:


Was passiert, wenn eine Führungskraft beginnt, die eigene Haltung zu hinterfragen?

  • Warum fällt es mir schwer, kritisches Feedback anzusprechen?

  • Was möchte ich mit meinem Feedback eigentlich bewirken?

  • Und wie möchte ich meinem Gegenüber begegnen, wenn es unangenehm wird?


Hier verlassen wir das reine Wissen und kommen zum affektiven Lernen. Es geht um Einstellungen, Werte, Motivation und persönliche Haltung.


Aus "Ich weiss, wie gutes Feedback funktioniert" kann dann etwas anderes entstehen: "Ich möchte meinen Mitarbeitenden auch in schwierigen Situationen klar und wertschätzend begegnen und entsprechend handeln."


Genau dieser Übergang interessiert mich in meinen Trainings besonders. Denn Wissen ist wichtig. Aber nachhaltige Entwicklung beginnt für mich dort, wo aus Wissen eine persönliche Haltung und aus dieser Haltung neues Verhalten entsteht.


Wann hast du dich das letzte Mal beim Geben eines Feedbacks unwohl gefühlt und eventuell sogar ganz darauf verzichtet?

-Lukas-


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